Feuerwehrjugend probt den Ernstfall

Gemeinsame Übung von 9 Jugendfeuerwehren der Marktgemeinde Ortenburg bei der Firma Stannecker in Dorfbach

Dorfbach. In der Marktgemeinde hat es Tradition, dass jährlich eine gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehren stattfindet. Heuer waren die Kameraden aus Dorfbach Ausrichter, das angenommene Brandobjekt war die Firma Stannecker im Zentrum von Dorfbach.

Wegen eines angeblichen Brandes im Kesselhaus der Firma wurden die Nachwuchs-Wehrler aus Ortenburg, Königbach, Parschalling, Unteriglbach, Oberiglbach, Söldenau, Holzkirchen, Neustift und Dorfbach alarmiert. Schnell wurden zwei Leitungen vom nahegelegenen Steinbach verlegt, um den Brand zu bekämpfen und die umliegenden Gebäude abzuschirmen. Außerdem wurde die Einsatzstelle mit einem sogenannten Powermoon ausgeleuchtet. Darüber hinaus hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Wärmebildkameras auszuprobieren und sich mit deren Hilfe in einem verrauchten Raum zu orientieren.
Neu war in diesem Jahr, dass die Jugendlichen möglichst alle Aufgaben selbst erledigen sollten. So übernahmen sie beispielsweise den Funkverkehr, die Position der Gruppenführer und sogar die Einsatzleitung, während sich die Jugendwarte und Betreuer im Hintergrund hielten und lediglich Hilfestellung gaben.

Dieses Konzept ging auf und fand sowohl bei den Jugendlichen als auch den Führungskräften großen Anklang. Bei der Nachbesprechung lobte Kreisjugendwart Robert Anzenberger die Feuerwehr Dorfbach für ihre mutige Entscheidung, ein neues Konzept auszuprobieren und den Jugendlichen mehr Verantwortung zu übertragen. Den Feuerwehr-Nachwuchs bat er, engagiert und motiviert bei der Sache zu bleiben. Nach getaner Arbeit gab es dann für die 45 Jugendlichen und ihre Betreuer noch eine Brotzeit mit Getränken, spendiert von Bürgermeister Stefan Lang und der Marktgemeinde.